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Viele Kinder leiden nicht nur unter einer sogenannten Teilleistungsstörung wie einer Lese-, Rechtschreib- oder Rechenstörung. Oft sind sie generell leicht von einer Aufgabe abzulenken, können nicht selbstständig arbeiten und trauen sich selbst wenig zu. Viele Kinder haben zudem eine Aufmerksamkeitsstörung oder können sehr schlecht mit Misserfolgen umgehen.


Für diese Kinder - für Vorschul- und Schulkinder, sowie Jugendliche - bietet das Psychologische Zentrum für Diagnostik und Förderung von Schulleistungen (PZS) zusammen mit dem Heilpädagogischen Zentrum Gruppentrainings an, die Aufmerksamkeit spielerisch fördern. In diesen Aufmerksamkeitstrainings bearbeiten die Kinder Übungen zur Förderung der Wahrnehmung, der Genauigkeit, der Merkfähigkeit und des logischen Denkens. Sie lernen Entspannungstechniken und sich selbst zu motivieren. Spielerische Wahrnehmungs- und Gedächtnisübungen schulen alle Sinne und erweitern so die Lernfähigkeit.


Jedes Kind hat die Fähigkeit, einen selbstständigen Arbeitsstil zu entwickeln. Kinder lernen den Prozess der Aufgabenbewältigung stufenweise: von der Aufgabenerfassung über das Erarbeiten eines Lösungsweges bis zur Selbstüberprüfung der Ergebnisse. Dabei erlernt das Kind unter Anleitung, sich selbst Anweisungen zur Lösung der Aufgabe zu geben. Diese Selbstinstruktionen werden schrittweise in ein sogenanntes inneres Sprechen überführt, bei dem das Kind lernt, Aufgaben, wie z. B. Hausaufgaben planvoller, strukturierter und zügiger zu erledigen. Für Kinder, die wissen, wie sie Probleme selbst lösen können, ist ein Fehler keine Katastrophe mehr.


Erfolgserlebnisse motivieren die Kinder. Sie machen neue Lernerfahrungen. So können Kinder ein im Schulalltag geschwächtes Selbstbewusstsein schrittweise wieder erlangen.

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