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Volker SchuldLeitung Kinderschutz-Zentrum Heidelberg der AWO Heidelberg, Diplom-Psychologe, Systemischer Familientherapeut, Traumatherapeut

Sexuell grenzverletzendes Verhalten unter Kindern im Vorschulalter

In dieser Fortbildung, die sich an MitarbeiterInnen in Kindertagesstätten richtet, soll ein Blick auf ein bisher noch wenig beachtetes Thema gerichtet werden.

Sexuelle Grenzüberschreitungen bzw. Übergriffe finden auch unter Kindern statt. Wo liegen die Grenzen zwischen Spiel und sexueller Grenzverletzungen? Vor dieser Frage stehen viele MitarbeiterInnen in Kindertagesstätten irgendwann einmal. Wie kann ich als pädagogische Fachkraft reagieren? Welche pädagogischen Interventionen brauchen betroffene Kinder, welche die sexuell grenzverletzenden Mädchen und Jungen? Wie läuft bei diesem Thema die Zusammenarbeit mit den Eltern?

Der Referent wird auf diese Fragen eingehen, dabei aber auch die Möglichkeit geben, die eine oder andere Frage zu stellen.

Gelingende Elterngespräche – alles eine Frage der Haltung!?

In diesem Vortrag wird nach einem kurzen Überblick über die praktische Vorgehensweise im Rahmen Schutzauftrag der Schwerpunkt auf die zugrundeliegende Haltung der Fachkraft gelegt. Diese professionelle Haltung ist sowohl bei der Erkennung eines Gefährdungsrisikos als auch für die Durchführung von Elterngesprächen von mindestens ebenso großer Bedeutung wie die angewandte Methodik.

Wertschätzung, wohlwollender Blick, Selbstreflektion und Ressourcenorientierung sind einige Kernbegriffe für dieses Thema.

Der Schutzauftrag der Jugendhilfe

Bereits seit acht Jahren gilt der Schutzauftrag der Jugendhilfe (§ 8a SGB VIII). Hier wird festgelegt, dass alle MitarbeiterInnen der Jugendhilfe nach Anzeichen für Kindeswohlgefährdung Ausschau halten müssen. Besteht in einer Einrichtung der Verdacht auf Kindeswohlgefährdung, steht nach dem Austausch im Team und mit einer Kinderschutzfachkraft ein Gespräch mit den Sorgeberechtigten an.Dieses hilfreiche Gespräch mit den Eltern im Verdachtsfall gehört zu den anspruchsvollsten Teilen des Kinderschutzes. Hier möchte diese Fortbildung ansetzen.

Mit den TeilnehmerInnen sollen zum einen die Grundlagen des Schutzauftrages, die einzelnen Verfahrensschritte und dafür auch methodisches „Handwerkszeug“, zum anderen aber auch eine professionelle Haltung gegenüber den Eltern erarbeitet werden. Eigene „Fälle“ können gerne mitgebracht werden.

Seminardauer zwischen 3 Stunden und 2 Tagen

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AWO Geschäftsstelle Fortbildungen
Adlerstrasse 1/5-1/6
69123 Heidelberg

Tel: 06221-7392113
Fax: 06221-7392150
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