Abschied von Heike Brecht

Letzte Woche, am Dienstag, den 19.05.2026, fand in unserem Seniorenzentrum Wieblingen mal wieder eine Vorstandssitzung statt. Dort wurde Heike Brecht, stellvertretende Leiterin unseres Seniorenzentrums, von unserem Kreisverbandsvorsitzenden Herr Thomas Krczal mit den Worten „eine Institution verlässt uns“ in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Fast ein halbes Jahrhundert lang war Frau Brecht Teil der AWO Heidelberg. 1984 unterstützte sie die AWO, erst als duale Studentin, dann in Festanstellung, für mehrere Jahre im „mobilen Dienst“ und im Jugendtreff Wieblingen. Im Februar 1998 wechselte sie ins Seniorenzentrum Wieblingen, wo sie ganz unterschiedliche Funktionen und Tätigkeiten übernahm. So war sie unter anderem für den Einkauf der Lebensmittel, das Gedächtnistraining oder auch die Sitztanz-Gruppe mit den Seniorinnen und Senioren zuständig.

Mit Frau Brecht verlässt uns eine äußerst zuverlässige und hochgeschätzte Mitarbeiterin. Doch nach über 40 Jahren als Teil der AWO Heidelberg möchte Frau Brecht, laut ihrer eigenen Aussage, noch nicht ganz Abschied nehmen. Künftig wird sie ehrenamtlich jeden Dienstag einen Kaffee-Nachmittag im Seniorenzentrum, natürlich mit selbstgebackenem Kuchen, veranstalten. Wir freuen uns sehr darüber, dass sie uns, im Ehrenamt, weiterhin erhalten bleibt.

Ein neues Fahrzeug für die AWO Heidelberg

Heidelberg. Die AWO Heidelberg Soziale Dienste gGmbH leistet seit über 100 Jahren mit rund 190 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen und starkem ehrenamtlichen Engagement soziale Unterstützung in Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis. Vorrangig in der Kinder- und Jugendhilfe, ist sie Träger vieler Einrichtungen, die tagtäglich Bedürftigen in den unterschiedlichsten Lebenslagen eine helfende Hand reichen.

Seit Anfang April steht nun ein neues Firmenfahrzeug vor der Geschäftsstelle in der Adlerstraße in Wieblingen. Nachdem das alte Auto der AWO Heidelberg über ein Jahrzehnt hinweg treue Dienste geleistet hat, in dem das Unternehmen stetig gewachsen ist, entschieden die Geschäftsführerinnen Rita Rauh und Ute Hildenbrand, dass es Zeit wurde, für fahrbaren Zuwachs. „So ein Auto ist keine günstige Angelegenheit. Selbst bei Gebrauchtwagen ist man auf dem aktuellen Markt im niedrigen, eher mittleren fünfstelligen Bereich“, erklärte Hildenbrand. Ein Betrag, den ein kleines Unternehmen wie die AWO Heidelberg, besonders mit dem Hintergrund der aktuellen Sozialkürzungen, nicht leisten kann.

Soziales Engagement ist jedoch keine Frage des Könnens, sondern des Wollens. Daher dauerte es nicht lange, bis die Geschäftsführerinnen auf die DRIVE marketing GmbH stießen, ein Unternehmen, das soziale und städtische Einrichtungen durch die Bereitstellung kostenfreier Fahrzeuge unterstützt. Ermöglicht wird dies durch den Kauf von Werbeflächen auf dem Fahrzeug durch Firmen. Das Fahrzeug der AWO Heidelberg, ein Ford Tourneo Courier, konnte nur dank der Großzügigkeit folgender lokaler Unternehmen realisiert werden: Weisse Flotte Heidelberg GmbH & Co KG, HabiBikes GbR, Volksbank Heidelberg-Neckartal eG, Pistola Malerfachbetrieb Christian Neureither GmbH, Egon Föhner GmbH, Brunis Lädle, Autotechnik Heidelberg, Schill Elektro GmbH, Pietät Hiebeler GmbH Heidelberg und ILLosophy.

Wir sind all unseren Sponsoren von Herzen dankbar. Ihre Leidenschaft für Soziales ermöglicht es uns, über unsere Grenzen hinaus noch mehr zu leisten und Gutes zu tun für die, die es benötigen“, freut sich Rauh. Zu einigen der Unternehmen pflegte die AWO Heidelberg auch vor dem Sponsoring bereits laufende Geschäftsbeziehungen wie Elektro Schill, der Volksbank oder Brunis Lädle.

Dank des großen Kofferraums, der dem alten Fahrzeug fehlte, kann der neue Ford Tourneo nun für Ausflüge mit der Tagesgruppe des Heilpädagogischen Zentrums genutzt werden. Auch die offene Kinder- und Jugendarbeit freut sich über den zusätzlichen Stauraum, der den Transport von Spielzeug für die mobile OKJA massiv erleichtert. Die Mitarbeiter*innen des Kinderschutz-Zentrums und des Psychologischen Zentrums wollen den Wagen für Außentermine nutzen wie Beratungen vor Ort.

Ein neues Gartenhaus für unser Seniorenzentrum – Teil 1: Abriss

Ende letzten Jahres konnte die AWO Heidelberg, dank vieler Unterstützer*innen, die für uns voteten, bei der Förderaktion „Mitgliedschaft mit Herz“ von der Volksbank Kurpfalz ein lange überfälliges Projekt finanzieren: Ganze 1.200 Euro bekamen wir zusammen, um endlich das alte, in die Jahre gekommene, Gartenhaus unseres Seniorenzentrums Wieblingen zu erneuern. Doch auch, wenn man, dank großzügiger Förderung, das Geld für ein solches Projekt aufbringen konnte, so fehlten immer noch fähige Hände, um das alte Haus abzureißen und das neue an selber Stelle wieder aufzubauen.

Im März fand wieder der alljährliche BASF Mitmach-Markt statt, eine Art digitale Vermittlungsbörse, bei der sich Organisationen und Unternehmen mit ihren Projekten anmelden können, um ein BASF-Team aus Freiwilligen für sich zu gewinnen. Dank der BASF, die ihre Mitarbeitenden für einen Tag im Jahr bezahlt freistellt, um gemeinnützige Arbeit zu verrichten, und des Engagements der Freiwilligenagentur Heidelberg, die das Event jedes Jahr erfolgreich organisiert, konnten auch wir – unter anderem für unser Seniorenzentrum Wieblingen – sogar gleich zwei passende Teams anwerben.

Letzte Woche Mittwoch konnte nun endlich Phase eins unseres „Projekt Gartenhäuschen“ starten. Gestärkt durch einen Kaffee- und Snackempfang, packte das erste Team an Freiwilligen gemeinsam mit an, um im Rekordtempo das alte Gartenhaus im Garten unseres Seniorenzentrums abzureißen. Danach wurde das alte Holz mithilfe von Autos nach Kirchheim zum Recyclinghof gefahren, wo es als Sondermüll entsorgt wurde. Um 12 Uhr, nach getaner Arbeit, konnten die BASFler draußen, bei angenehmem Wetter, den berühmten Erbseneintopf unseres SZ genießen.

Im nächsten Schritt gilt es nun zu evaluieren, wie die Bodenbeschaffenheit des alten Fundaments ist. Daraufhin kann entschieden werden, welches neue Haus gekauft wird. Einen Termin für den Aufbau des neuen Gartenhauses gibt es noch nicht, aber unser „Projekt Gartenhäuschen“ wird in jedem Fall noch dieses Jahr abgeschlossen. Also seien Sie gespannt auf neue Informationen!

Vortrag: Kritische Anmerkungen zum Management der Corona-Pandemie

Heidelberg. Am 27. März fand im Seniorenzentrum Wieblingen der AWO Heidelberg Soziale Dienste gGmbH ein Vortrag statt: „Corona-Pandemie – Was können wir daraus lernen?“

Prof. Dr. med. Wolfgang Huber und Peter Maurus von der AWO Heidelberg klärten retrospektiv über die Covid 19-Pandemie auf und ordneten das damalige und heutige Management auf der umwelt- und sozialmedizinischen Dimension kritisch ein. Fast zwei Dutzend Interessent*innen hörten gespannt den Ausführungen der Vortragenden zu, während sie die Präsentation mit dem Thema „Betroffenheit“ eröffneten und über die Schließungen vieler wichtiger Institutionen wie Schulen, Kindergärten und Altenheimen berichteten. Versammlungsverbot, Impfpflicht und Lockdown: Auswirkungen, die für alle weltweit spürbar waren. Nach der wissenschaftlichen Einordnung der Erkrankung, und der Darlegung ihrer Symptome, beeinflussender Umweltfaktoren und den gesundheitlichen Spätfolgen (z.B. Long Covid), sprachen die Referenten auch über die wirtschaftlichen Folgen wie eine hohe Arbeitslosenrate, die sich zu der Zeit unmittelbar abzeichnete.

 

Besonders interessant waren die heutigen Corona-Zahlen in Heidelberg, die Stand Dezember 2025 bei einer 7-Tage-Inzidenz von 6,2 (Anzahl der binnen der letzten Woche gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner) lagen. Außerdem wurden 66 neue Todesfälle in Deutschland verzeichnet, wobei der gesamte Anteil Verstorbener seit Beginn des Virenausbruchs gerade einmal bei 0,48% liegt. Bedenkt man die gesamte Menge aller nationalen Coronafälle, sind das jedoch immer noch fast 190.000 Menschen, allein in Deutschland. 2024 bezeichnete die Frankfurter Allgemeine Zeitung Covid 19 als die zweithäufigste Todesursache im Jahr 2021.

Heute, einige Jahre später, üben Herr Huber und Herr Maurus Kritik. Ihrer Meinung nach seien die Maßnahmen des Lockdowns unverhältnismäßig gewesen. Besonders das Versammlungsverbot im Freien, obwohl die Ansteckungsgefahr in Außenräumen deutlich geringer sei als in Innenräumen, hätte man anders regeln können. Die Schließung von Schulen, Kindergärten, Sportplätzen und Spielplätzen hätte nur als letzte Stufe der Maßnahmen zulässig sein dürfen, denn von den Auswirkungen waren vorrangig Personen mit engen Wohnverhältnissen und Umweltbelastungen betroffen. Auch die Verzögerung der Kompensationen von Coronageschädigten wie die Anerkennung von Covid 19 als Berufskrankheit in bestimmten Berufen, oder die Anerkennung als Schwerbehinderung, seien nicht zu akzeptieren, da dies zu schweren wirtschaftlichen und psychischen Belastungen führe. Relevante Berufsgruppen wie Personen der Verkehrsbetriebe oder vom Verkaufspersonal würden gar nicht berücksichtigt.

In Bezug auf die Impfpflicht sind Huber und Maurus der Auffassung, dass die Dunkelziffer von Impfschäden deutlich höher sei als die bekannten Zahlen und dass diese nicht ausreichend geprüft wurden. Vom Paul-Ehrlich Institut (PEI) wurden bis Ende März 2025 insgesamt 63.909 Verdachtsmeldungen von schweren gesundheitlichen Folgen aufgrund von Coronaimpfungen gemeldet. Für Huber und Maurus wurden Residualzustände nach der Impfung nicht ausreichend dokumentiert und medizinisch ungenügend weiter betreut, sowie bei Todesfällen nach Impfungen keine Autopsien durchgeführt, um realere Zahlen zu ermitteln. Da die Impfung zwar den Verlauf abschwäche, eine Ausbreitung aber nicht verhindern könne, sehen die Referenten auch die einrichtungsbezogene Impfpflicht nicht mehr als sinnvoll.

Besonders kritisieren Prof. Dr. med. Wolfgang Huber und Peter Maurus die psychologischen und psychosozialen Folgen „im toten Winkel der Pandemie“. Symptome von posttraumatischen Belastungsstörungen wie postinfektiöse reaktive Depression oder Angstreaktionen würden nicht ausreichend berücksichtigt und therapiert. Behandlungen wie antientzündliche Therapien müssten von den Patienten selbst getragen werden. Auswirkungen auf die fetalen und postpartalen Entwicklungen seien gar nicht bekannt, obwohl bei anderen Virusinfektionen wie z.B. Röteln, Masern oder Hepatitis schwerwiegende Folgen nachgewiesen wurden.

Das Fazit der Vortragenden war, dass eine praxisbezogene Forschung und Grundlagenforschung zur Entwicklung spezifischer Behandlungsmöglichkeiten bei chronischen Entzündungen (viral und umwelttoxisch) für künftige Pandemien erforderlich seien. Auch die schädlichen umwelt- und strukturellen sozialmedizinischen Aspekte der Lebenswelt, insbesondere der Wohnbedingungen, bräuchten dringend die Aufmerksamkeit der Sozial- und Umweltpolitik, so Huber und Maurus.

Abschließend gingen Huber und Maurus mit allen Anwesenden in Diskussion.

Pilotprojekt mit kolumbianischen Fachkräften startete in Heidelberg

Im Januar kamen im Rahmen des Pilotprojekts „Educo“ 14 pädagogische Fachkräfte aus Kolumbien nach Heidelberg. Seitdem arbeiten die 13 Frauen und ein Mann zwischen 25 und 41 Jahren in vier städtischen Kitas sowie neun Einrichtungen freier Träger.

Im Juli 2024 hatte der Gemeinderat grünes Licht für das Projekt als Teil eines ganzen Maßnahmenpaketes zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften für die Kinderbetreuung gegeben. Die Stadt Heidelberg kooperierte als regionaler Partner dabei mit der zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit. Perspektivisch soll das Projekt auf alle Bundesländer ausgeweitet werden, unter dem neuen Namen „Shaping the Future“.

Seit die kolumbianischen Fachkräfte angekommen sind, sorgen die Heidelberger Dienste für ein gutes Ankommen. Die Kolumbianerinnen leben im Fachkräftehaus der Heidelberger Dienste in der Südstadt. Das städtische Unternehmen unterstützt sie bei sämtlichen Behördengängen, berät bei Versicherungs- und Vertragsfragen und bietet auch Ausflüge und andere soziale Austauschformate an. Ziel ist, die Neuankömmlinge langfristig an die Stadt zu binden.

Die neuen pädagogischen Fachkräfte sind begeistert von der Pädagogik in Deutschland, die gänzlich anders sei, als in Kolumbien. Die Gründe, wieso sich die Fachkräfte dazu entschieden haben nach Deutschland zu kommen, sind vielfältig. Neue Erfahrungen sammeln, das Land und die Sprache kennenlernen. Aber auch, weil das Gehalt und die Lebensqualität besser seien, als in Kolumbien.

Solche Programme der Arbeitsmigration sind für die Zukunft der Kinderbetreuung und andere Bereiche, in denen Fachkräfte gefragt sind, unabdingbar. Mit dem Generationenwechsel wird ein Drittel der Fachkräfte in den nächsten Jahren wegfallen. In den 24 städtischen Kindertageseinrichtungen sind aktuell 30 Fachkraftstellen unbesetzt. In zwölf Einrichtungen gelten seit Beginn des Kindergartenjahres 2025/2026 eingeschränkte Öffnungszeiten. Auch die AWO Heidelberg kämpft seit Jahren mit dem Fachkräftemangel, besonders im pädagogischen Bereich.

Den gesamten Artikel finden Sie auf der Homepage der RNZ.

Internationaler Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung

Heute ist der Internationale Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung. Die Gleichbehandlung ohne Unterschied der Rasse ist ein Recht, das allen Menschen garantiert ist. Seit Jahrzehnten arbeiten die Länder auf der ganzen Welt daran, Rassendiskriminierung einzudämmen, besonders in den letzten Jahren hat die EU ihre Anstrengungen zur Bekämpfung von Rassismus verstärkt.

Doch es ist immer noch nicht genug. Im zunehmenden Rechtsruck, nicht nur in Deutschland sondern weltweit, stehen von Rassismus betroffene Gruppen massiv und zunehmend mehr unter Druck. 

 

Thomas Klemm, Leiter unseres Seniorenzentrums Wieblingen und Englisch-Kursleiterin Frau Xetrichi; Sibylle Jobus, Leitung unserer Kita Kranichgarten und unser Kinderschutz-Zentrum sagen: Nicht mit uns! Wir als AWO Heidelberg stehen ein gegen Hass und Hetze und setzen ein Zeichen für Vielfalt, Gerechtigkeit, Gleichheit, Solidarität und Toleranz.

Für 100% Menschenwürde.
Gegen Rassismus und Diskriminierung.

Mehr zu den AWO Antirassismus-Aktionswochen erfahren Sie hier.

AWO warnt vor “Zäsur für die soziale Sicherheit”

Bundestagsabstimmung zur Neuen Grundsicherung

Berlin, 05.03.2026. Anlässlich der für heute geplanten Verabschiedung des Gesetzes zur Neuen Grundsicherung erklärt AWO-Präsident Michael Groß:

“Die sogenannte ‘Neue Grundsicherung’ ist erneut eine Zäsur für die soziale Sicherheit. Die Bundesregierung ist mit dem Versprechen gestartet, den Sozialstaat zu reformieren und das soziale Sicherungsniveau dabei zu bewahren. Doch bevor die Empfehlungen ihrer Sozialstaatsreform-Kommission umgesetzt werden, legt die Regierung noch schnell die Axt an den Sozialstaat an. Im Fokus der Politik sollte stehen, die Rahmenbedingungen für sozialen Aufstieg zu schaffen und Ungleichheit zu bekämpfen.

Dass im Bundestag noch leichte Verbesserungen für Familien mit Kindern sowie im Bereich der individuellen Förderung erzielt wurden, begrüßen wir. Andererseits unterstreichen die Änderungen des Parlaments an anderer Stelle nochmals das gewachsene Misstrauen und den erhöhten Druck auf die Leistungsberechtigten.

Als AWO fordern wir die Bundesregierung deshalb auf, sich endlich den wirklichen Problemen hierzulande zu widmen: Kinderarmut, fehlende Unterstützung für arbeitssuchende Menschen, überhöhte Mieten, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Statt diejenigen mit härteren Sanktionen zu gängeln, die ohnehin in Not sind, sollte die Bundesregierung für ein bezahlbares Leben und soziale Sicherheit sorgen.”

Jeweils 1000 Euro für unseren TREFF und unser Kinderschutz-Zentrum

Am Montagabend, den 23. Februar 2026 fand in der Kirche Heidelberg-Wieblingen eine Spendenübergabe statt. Diese konnte dank des Erlöses des Standes der Neuapostolischen Kirche auf dem Wieblinger Weihnachtsmarkt stattfinden und viele Besucher*innen aus Einrichtungen, bei denen das Wohl der Kinder im Mittelpunkt steht, waren vor Ort.

Auch weil sich Kinder aus der Gemeinde Heidelberg-Wieblingen aktiv am Stand beim Wieblinger Weihnachtsmarkt 2025 eingebracht hatten, entstand die Idee, den Erlös Einrichtungen zukommen zu lassen, die sich um Kinder kümmern, erklärte Miriam Saalmann, Projektleiterin des Weihnachtsmarktteams. Sie freute sich, dass trotz des regnerischen Wetters an den beiden Weihnachtsmarkttagen insgesamt 4.500 Euro zur Auszahlung kamen.

Davon erhielten unser Kinder- und Jugendhaus TREFF und unser Kinderschutz-Zentrum jeweils 1.000 Euro. Judith Kohlmüller und Sarah Welzig, die Co-Leitungen unserer OKJA, sowie Leiter des Kinderschutz-Zentrums Volker Schuld nahmen diese Spenden mit Freuden entgegen. Die Spende wird unter anderem zur weiteren Verschönerung des Kindertherapieraumes in unserem Kinderschutz-Zentrum verwendet. Wir bedanken uns von Herzen für die Unterstützung der Neuapostolischen Kirche.

Sozialstaat „nicht mehr finanzierbar“?

AWO fordert Steuergerechtigkeit statt Sozialkürzungen

Einer aktuellen Forsa-Umfrage zufolge halten zwei Drittel der Befragten den Sozialstaat für „nicht mehr zu finanzieren“. Dazu erklärt Michael Groß, Präsident der Arbeiterwohlfahrt: 

„Der Sozialstaat ist nicht zu teuer, er ist unterfinanziert, weil wir die Vermögenden seit Jahrzehnten aus der Verantwortung für unser Gemeinwesen entlassen haben. Statt über immer noch mehr Sozialkürzungen zu debattieren, sollten wir endlich über Steuergerechtigkeit sprechen.

Die Mythen der Union verfangen – Menschen haben das Gefühl, dass der Sozialstaat zu teuer sei. Die Realität ist schlicht eine andere: Der Anteil der Bundesausgaben für Soziale Sicherung, Familie und Jugend sowie Arbeitsmarktpolitik an den Gesamtausgaben des Bundes stagniert. Der Anteil der Bundeszuschüsse für die Rente am BIP war in den letzten zwei Jahrzehnten sogar rückläufig. Die großen Ausgaben in anderen Feldern zeigen: Das Geld ist da. Aber ob es ausgegeben wird, ist eine Frage des politischen Willens.

Es ist beschämend, dass die Politik Menschen glauben macht, der Sozialstaat sei das Problem – und stattdessen die politische Entscheidung trifft, große Vermögen zu schonen.

Während Millionen Menschen in Deutschland auf Grundsicherung angewiesen sind, während Pflegekräfte ausbrennen und Alleinerziehende in Altersarmut rutschen, werden diejenigen, die am meisten haben, am wenigsten zur Kasse gebeten. Seit die Vermögenssteuer 1997 ausgesetzt wurde, verzichtet der Staat Jahr für Jahr auf Milliarden.

Der Sozialstaat ist nicht das Problem unserer Zeit, sondern die Lösung für viele Herausforderungen. Aber nur, wenn wir ihn endlich gerecht finanzieren.“

Zum Presseartikel des AWO Bundesverbands.

Minus 20 Grad, kein Strom, kein Licht – bitte helfen Sie jetzt!

Gestern, am 24. Februar, jährte sich der Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zum vierten Mal. Vier Jahre voller Zerstörung, Unsicherheit und unvorstellbarem menschlichem Leid.

Die Situation in der Ukraine hat sich dramatisch zugespitzt. Aktuell erleben die Menschen in der Ukraine einen der härtesten Winter seit Kriegsbeginn. Nach gezielten und leider sehr effektiven russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur ist die Versorgung in vielen Front- und frontnahen Gebieten weitgehend zusammengebrochen. Reparaturen können vielerorts nicht mehr rechtzeitig durchgeführt werden. Menschen sitzen bei bis zu minus 20 Grad ohne Heizung und Strom in ihren Wohnungen. Es ist dunkel. Handys können nicht geladen werden. Die Kommunikation zur Außenwelt bricht ab. Besonders hart trifft das Familien mit kleinen Kindern, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung. Für sie wird der Winter zur akuten Bedrohung. Kinder schlafen in Kleidung und Schuhen, um warm zu bleiben.

Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ leisten lebensrettende Akuthilfe. Die AWO International hat sofortige Nothilfemaßnahmen eingeleitet und verteilt Winterhilfe-Pakete mit u.a. warmen Decken, Powerbanks und Gaskochern. Aber sie sind dringend auf Unterstützung angewiesen.

© AWO International

Ein dringender Hilferuf aus Odessa

AWO International erreichte ein dramatischer Notruf ihrer Partnerorganisation „Way Home“ in Odessa. AWO International hat sofort reagiert und erste schnelle Nothilfemaßnahmen möglich gemacht. Doch die Mittel reichen bei Weitem nicht aus. Gemeinsam planen sie jetzt weitere Winterhilfen für besonders betroffene Haushalte.

Ihre Spende macht den Unterschied
16 € schützen einen Menschen vor der Kälte
40 € geben einer Familie Wärme, Strom oder warme Mahlzeiten
136 € sichern einem Haushalt Licht, Wärme und Verbindung zur Außenwelt – auch bei Stromausfall

Bitte helfen Sie jetzt.

Mit Ihrer Spende kann die AWO International die Menschen in der Ukraine unterstützen. Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Solidarität und Ihr Mitgefühl.

AWO International
IBAN: DE83 1002 0500 0003 2211 00
Sozialbank
Stichwort: Nothilfe Ukraine

Weitere Informationen und aktuelle Updates finden Sie auf der Webseite der AWO International.

AWO International ist seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine aktiv. Mit Ihrer Unterstützung konnte AWO International bereits über 100.000 Menschen helfen. Dieser Jahrestag erinnert uns daran, wie wichtig internationale Solidarität, humanitäre Hilfe und zivilgesellschaftliches Engagement sind.

© Andrii Larin via AWO International